Am Dienstag, 29. September 2026, hat das Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) in einem festlichen Gottesdienst zwei neue Referentinnen in ihre Dienste eingeführt: Pfarrerin Kathrin Mantey als Referentin für Entwicklung und Partnerschaft Europa und USA sowie für die Aktion Hoffnung für Osteuropa (HfO) und Pfarrerin Sabina Jarosch als Referentin für Friedensarbeit. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Partnerkirchen, aus der Friedensarbeit sowie Kolleg*innen waren der Einladung in die Evangelische Auferstehungskirche in Frankfurt-Praunheim gefolgt.
Pfarrerin Kathrin Mantey: Ökumene aus der Gemeinde heraus
Kathrin Mantey ist dem Zentrum Oekumene bereits seit Juli 2025 verbunden; die Einführung machte den Wechsel nun auch ganz offiziell. Zuvor war sie über viele Jahre Gemeindepfarrerin in Spangenberg, wo Ökumene zu ihrem Pfarramt gehörte: Partnerschaften nach Estland und Indien, ökumenische Studienreisen sowie die Zusammenarbeit mit dem Himmelsfels als internationalem und interkulturellem Lernort. Danach begleitete sie als persönliche Referentin von EKKW-Bischöfin Beate Hofmann die Kirchenleitung und pflegte die kirchlichen Partnerschaften auf Leitungsebene. In ihrer Vorstellung würdigte Oberkirchenrätin Pfarrerin Christina Schnepel, Leiterin des Zentrums Oekumene, die Erfahrung, Kommunikationsstärke und Sorgfalt der neuen Referentin – und ihren Blick auf die Partnerkirchen: sie gehe nicht mit einem fertigen deutschen Blick auf diese zu, sondern frage, was die Kirchen voneinander lernen können. Gerade Kirchen, die als Minderheiten in säkularen Gesellschaften leben, hätten der eigenen Kirche etwas zu sagen.
Pfarrerin Sabina Jarosch: Friedensarbeit, die in Gemeinden ankommt
Sabina Jarosch bringt eine breite theologische und biographische Erfahrung mit: Interkulturelle Theologie, Migration und postmigrantische Kirche, Rassismus- und Antisemitismuskritik, Bildung und Friedensethik greifen in ihrer Arbeit ineinander. Als Schulpfarrerin an einer Frankfurter Berufsschule sprach sie mit jungen Menschen über Krieg, Israel und Palästina, Demokratie und persönliche Verantwortung; während ihres Studiums in Buenos Aires arbeitete sie in einer ökumenischen Menschenrechtsorganisation mit. Das Zentrum Oekumene ist ihr vertraut: 2021 war sie hier Spezialvikarin, danach wissenschaftliche Assistentin an der Augustana-Hochschule. Ihre Einführung sei daher auch ein kleines Wiederkommen, so Schnepel.
Ein Gottesdienst in vielen Sprachen und Klängen
Am Gottesdienst beteiligt war auch der Ökumenedezernent der EKKW, Oberlandeskirchenrat Pfarrer Dr. Diethelm Meißner. Musikalisch spannte der Gottesdienst einen weiten ökumenischen Bogen: Lieder auf Deutsch, Englisch, Polnisch und Spanisch verbanden die weltweite Kirche mit der Gemeinde vor Ort. Pastor Steve Ogedegbe und Pfarrer Dr. Johannes Weth vom Himmelsfels steuerten musikalische Beiträge bei.
Die Segensworte für die beiden Referentinnen sprachen Anna Wrzesińska, Referentin für internationale Beziehungen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen und Matthias Blöser, Referent für demokratische Teilhabe am Zentrum Bildung und Gesellschaft der EKHN.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Pfarrerin Kathrin Mantey und Pfarrerin Sabina Jarosch und wünschen ihnen Gottes Segen für ihre Aufgaben im Zentrum Oekumene.