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Ulrike Bohländer
Vielfalt und Diversität prägen unseren öffentlichen, privaten und beruflichen Alltag sowie die Beziehungen im internationalen Kontext. Für Vieles im Alltag benötigen wir heute interkulturelle bzw. Diversitätskompetenz. Diese Kompetenz ist allerdings nicht selbstverständlich vorhanden und der Umgang mit Pluralität kann auch zu Verunsicherungen, Irritationen und Missverständnissen führen. Vor diesem Hintergrund bieten wir für hauptamtlich und ehrenamtlich Tätige mehrere Möglichkeiten des interkulturellen Lernens an.
Seit über zwanzig Jahren werden z.B. Bundespolizeibeamt*innen von uns geschult, um ihre interkulturelle Kompetenz an ihrem Einsatzort, dem Flughafen Frankfurt am Main, zu fördern. Auch im Zusammenhang mit kirchlichen Partnerschaften bieten wir Fortbildungen an. Für eine vorurteilsbewusste Haltung und offene Strukturen arbeiten wir mit dem Anti-Bias-Ansatz.
Seit über zwanzig Jahren erhalten Bundespolizeibeamt*innen Fortbildungen im Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW. Die Schulungen dienen der Förderung ihrer interkulturellen Kompetenz an ihrem Einsatzort, dem Flughafen Frankfurt am Main.
Am größten deutschen Flughafen arbeiten rund 2400 Beamt*innen der Bundespolizei. Sie sind für die Sicherheit der mehr als 258.000 Menschen verantwortlich, die hier tagtäglich an- und abreisen, bzw. arbeiten. Es stellt eine herausfordernde Aufgabe dar, Menschen zu kontrollieren, deren Riten und Gebräuche in vielen Belangen fremd sind. Das Passbild einer verschleierten Frau muss mit deren Gesicht abgeglichen werden, eine gefälschte Identität wird aufgedeckt, oder aufwändige Vernehmungen müssen geführt werden. In solchen Situationen sind vor allem die interkulturelle Sensibilität und gegenseitiger Respekt dringend gefragt.
Vor diesem Hintergrund werden die Polizist*innen über den Umgang mit fremdkulturellen Menschen und Inhalten geschult. Dies bedeutet, dass sie ihre eigene kulturelle Identität reflektieren, sie werden in fremdkulturelle Denkstrukturen eingeführt, sie setzen sich mit Religionen wie dem Islam oder dem Judentum intensiv auseinander. Ziel dabei ist es, durch gezielte Trainings und Seminare unnötige Konflikte zu vermeiden, die Qualität der Kommunikation mit dem Fremden zu optimieren, agil, gewandt und flexibel angesichts des Fremden zu handeln.

Paola Fabbri Lipsch
Annette Wiech