Deutlich mehr Spenden und Kollekten für Brot für die Welt im Bereich der hessischen Landeskirchen

veröffentlicht 23.07.2026, Zentrum Oekumene

Evangelisches Entwicklungswerk Brot für die Welt legt Jahresbericht 2025 vor.

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr insgesamt 5.617.139 Euro an Spenden und Kollekten aus dem Bereich der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) erhalten. Aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) flossen 1.996.458 Euro ins Ergebnis des Evangelischen Entwicklungswerks ein. Dies geht aus dem heute vorgelegten Jahresbericht 2025 hervor.

Die EKHN konnte im letzten Jahr einen Zuwachs von fast 13 Prozent zum Vorjahresergebnis verzeichnen. In der EKKW stiegen die Einnahmen in 2025 um fast 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Verlässliche Kollekten in EKHN und EKKW

Die Kollekten aus dem Kirchengebiet der EKHN betrugen 1.458.007,55 Euro und sind damit nahezu stabil geblieben. Die Kirchenkreise der EKKW verzeichneten Einnahmen in Höhe von 853.417,16 Euro und damit eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.  

„Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer für ihre Spenden an Brot für die Welt. Besonders jetzt, da in Deutschland und international bei der Entwicklungszusammenarbeit gekürzt wird, ist jede Spende ein wichtiges Signal“, sagt Claudia Hadj Said, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit Brot für die Welt in Hessen und Nassau sowie Kurhessen-Waldeck. 

Weltweit 3.000 Projekte ermöglicht

Insgesamt standen dem Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen für seine Arbeit 341,7 Millionen Euro zur Verfügung. Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr weltweit rund 3.000 Projekte gefördert. Regionale Schwerpunkte waren wieder Afrika und Asien. Rund 89,8 Prozent der verwendeten Mittel, 293,9 Millionen Euro, hat Brot für die Welt für die Programmarbeit ausgegeben. Im Fokus der Arbeit lag Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung. Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden rund 10,2 Prozent eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben als angemessen. 

Die Kürzungen der Bundesregierung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zeigen sich noch nicht in den zur Verfügung gestellten Mitteln im vergangenen Jahr. Trotzdem schränken die angekündigten Kürzungen schon jetzt die langfristige Arbeit des Werkes ein, da weniger neue Partner gefördert werden können und Projekte weltweit auslaufen werden.

Brot für die Welt setzt sich als Nichtregierungsorganisation und Werk der evangelischen Kirchen für globale Gerechtigkeit, Frieden und Bildung sowie gegen Hunger und Armut ein. Gemeinsam mit mehr als 1.600 Partnerorganisationen ermöglicht Brot für die Welt in 77 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern.

Weitere Informationen zur Arbeit von Brot für die Welt sowie zum Jahresbericht 2025 finden Sie hier.