Trauer um Jens Christian Balondo

veröffentlicht 08.06.2026, Zentrum Oekumene

Mit großer Trauer nimmt das Zentrum Oekumene Abschied von Jens Christian Balondo.

Mit Jens Balondo verliert das Zentrum Oekumene einen engagierten Begleiter, Brückenbauer und Fürsprecher der internationalen Gemeinden. Auf vielfältige Weise und durch seine besondere herzliche Art hat er uns immer wieder die Perspektiven unserer internationalen Geschwister nahegebracht und das ökumenische Miteinander bereichert.

Als Vorsitzender der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde Rhein-Main (JKI) und langjähriger Vorsitzender des Internationalen Konvents Christlicher Gemeinden Rhein-Main e.V. war er eine kraftvolle und verlässliche Stimme für die Anliegen internationaler Gemeinden innerhalb und außerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Seine Gemeinde gehört seit 2005 zur EKHN und war nach der koreanischen Gemeinde die zweite internationale Gemeinde, die in die Landeskirche aufgenommen wurde. Sein Engagement galt einer Kirche, die von der Vielfalt ihrer Mitglieder lebt und in der alle Menschen Gehör und Anerkennung finden.

Jens Balondo war dem Zentrum Oekumene über viele Jahre eng verbunden. Er nahm regelmäßig an den ökumenischen Adventsfeiern teil, gestaltete diese vielfach mit und engagierte sich darüber hinaus in der Indonesien-Partnerschaft mit der Minahasa-Kirche in Nord-Sulawesi. Noch in der Vorbereitung des anstehenden zweiten Werkstatttags Anti-Rassismus haben wir ihn als leidenschaftlichen Anwalt der internationalen Geschwister erlebt, der seine Erfahrungen, seine Überzeugungen und seine Hoffnung mit großer Klarheit und Herzlichkeit einbrachte.

Oberkirchenrätin Christina Schnepel, Leiterin des Zentrums Oekumene, würdigt sein Wirken mit persönlichen Worten: „Jens Balondos Engagement reichte weit über persönliche Interessen hinaus und hat unsere Kirche in vielerlei Hinsicht bereichert – insbesondere in der ökumenischen Arbeit und im Einsatz gegen Rassismus. Nach dem Umzug meiner Familie aus Nordhessen nach Frankfurt Anfang 2025 hat er auf freundliche und zugewandte Weise wesentlich dazu beigetragen, dass wir uns willkommen und angenommen fühlten.“

Seine Gemeinde, der er viele Jahre angehörte mit großem Einsatz diente, schreibt: „Wir sind dankbar für seinen Dienst, sein Leben, seinen Glauben und die Gemeinschaft, die er in unserer Gemeinde geteilt hat.“ Diese Dankbarkeit teilen wir.

Dass seine Stimme, seine Art, Menschen zusammenzubringen, und sein beharrliches Eintreten für Gerechtigkeit und Teilhabe nun verstummt sind, macht uns tief betroffen. Was uns bleibt sind die Folgen seines Wirkens, seiner Freundschaft und die vielen Spuren, die er in unserer Kirche hinterlassen hat.

Wir schließen uns den Worten seiner Gemeinde an und befehlen im Vertrauen auf die Verheißung Jesu Christi – „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Johannes 11,25) – Jens Balondo der Liebe Gottes an.

Unsere Gedanken und Gebete sind bei seiner gesamten Familie, seiner Gemeinde und allen, die ihm verbunden waren. Möge Gott ihnen Trost, Kraft und Frieden schenken.

Die Trauerfeier findet kommenden Samstag, 13. Juni 2026, um 15 Uhr in der Alten Nikolaikirche am Römerberg in Frankfurt statt. Die Gemeinde lädt im Anschluss zum Beisammensein in der Evangelischen Akademie.