Bildungsangebote

Alle Bildungsangebote sind als individuell zugeschnittenes Format buchbar: z.B. als (Online-)Fortbildung, Konfirmations- und Schulunterrichtseinheit, Workshop, Vortrag, Seminar und vieles mehr. 

Sie entscheiden über die Dauer der Angebote und den Ort der Durchführung – ob online, in den Räumen des Zentrums oder bei Ihnen vor Ort in der EKKW wie auch in der EKHN – unsere Referent*innen setzen die Angebote nach Ihren Bedürfnissen um.  

Alle Seminar- und Veranstaltungsangebote sind als Fortbildungsangebote anerkannt.

Weitere Veranstaltungen finden Sie hier. Bildungsmaterialien finden Sie hier.

Schnelleinstieg

in Arbeit, zum Teil sind die Ansprechpartner*innen noch nicht verlinkt

Frieden

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine führt uns mit aller Härte vor Augen, dass auch heute und auch in Europa die Frage von Krieg und Frieden immer wieder neu gestellt wird.
Der Krieg ist eindeutig zu verurteilen. Und doch stellen uns seine Folgen vor schwierige ethische Fragen. Das geht über Waffenlieferungen an die Ukraine, die über allem schwebende atomare Drohung der russischen Regierung bis hin zur bedrohten Energieversorgen und damit verbundene innergesellschaftliche Konflikte in Deutschland.
Welche Anhaltspunkte gibt uns die evangelische Friedensethik, um in diesen unruhigen Zeiten Orientierung zu finden, in Fragen, die oftmals keine einfache und auch keine eindeutige Antwort zulassen.
Wie finden wir zu einer gemeinsamen Sprache, die es uns zumindest ermöglicht miteinander zu debattieren?
Wir wollen uns gemeinsam auf die Suche machen nach Orientierung und Einstiegspunkte in Debatten finden, die uns alle umtreiben.

Pfarrerin Sabine Müller-Langsdorf

Daniel Untch

Dürresommer, Überschwemmungen, Waldbrände – der Klimawandel wird uns auch hierzulande zunehmend schmerzlich bewusst.
In anderen Weltregionen sind die Auswirkungen noch dramatischer. Der Klimawandel kostet Leben, beraubt Menschen ihrer Lebensgrundlagen und zwingt sie zur Flucht. Wo bereits Konflikte bestehen, verschärft der Klimawandel sie oft.
Die Antwort darauf wird oft im sicherheitspolitischen Instrumentenkasten gesucht. Das ist fatal. Abschottung und Aufrüstung können nicht die Lösung sein. Zudem ist der CO2-Stiefelabdruck des Militärs riesig. Trotzdem sind Armeen weltweit bei allen CO2-Einsparzielen außen vor. Ein Teufelskreis: Der Klimawandel verschärft Konflikte, Konflikte führen zu Aufrüstung, Aufrüstung verschärft den Klimawandel, usw.

Wir müssen umdenken!
Kann Zusammenarbeit im Klimaschutz Vertrauen schaffen und kooperative Wege aufzeigen mit Konflikten umzugehen? Welchen Einfluss haben wir mit unsere Lebens- und Wirtschaftsweise auf den Klimawandel und damit auch auf die Frage von Frieden? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage für einen Vortrag oder Workshop.

Daniel Untch

Kirchengemeinden, Dekanate, Schulen und andere Gruppen sind herzlich eingeladen bei Local PEACE mitzumachen. Das Projekt macht Engagement für den Frieden sichtbar und regt an zu neuen Aktivitäten. Sechs Handlungsfelder geben Impulse für Ihre Friedensarbeit. Ob FriedensBibel, FriedensPerspektiven oder FriedensOrte, die Möglichkeiten sich für Frieden zu engagieren sind vielfältig. Und Sie werden merken, dass es bei Ihnen bereits viel Engagement für den Frieden gibt – oft sieht man es nur nicht.

Local PEACE lädt Sie ein zu diskutieren was Friedenshandeln für Sie bedeutet, zu reflektieren wo Sie stehen, wo Sie hin möchten und anschließend konkrete Schritte für Ihr zukünftiges Friedenshandeln zu entwickeln.

Am Ende dieses Prozesses verleihen wir Ihnen eine künstlerisch gestaltete Friedenstaube, die zeigt: hier – in dieser Gemeinde, diesem Dekanat, dieser Schule,… - ist ein Ort des Friedens.

Weitere Informationen finden erhalten Sie bei unseren Referent*innen und unter: www.evangelische-friedensarbeit.de/projekte/local-peace

Nachhaltige Entwicklung & Gerechtigkeit

Die Filme schildern ermutigende Erfahrungen von Frauen im arabischsprachigen Raum auf ihrem Weg zu Gleichberechtigung und Teilhabe. In unserem Workshop stellen wir einige dieser über Bildersprache leicht zugänglichen und sehr einfühlsamen Filme vor. Sie sind das Medium, um mit Frauen unterschiedlicher Herkunft und Tradition über Ihre Wünsche und Hindernisse ins Gespräch zu kommen und sie auf ihrem Weg zu stärken.

Kontakt: 

Dr. Anna Dobelmann

Arme Menschen leiden vielfach Hunger und sind weniger gesund als reiche. Sie verfügen häufig über eine geringere Schulbildung und haben knappere Ressource – sei es an Geld oder Land. Ein Ausdruck dieser Armut ist zum Beispiel Kinderarbeit. Insbesondere Menschen in Ländern des Globalen Südens haben oft keine Chance im Vergleich zu Menschen in den Industrieländern. Wir betrachten die Ursachen und Formen von globaler Ungerechtigkeit und daraus resultierender Armut und zeigen Lösungsansätze auf.

Kontakt:

Dr. Anna Dobelmann
Brigitte Molter

 

Die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen des Entwicklungswerks der evangelischen Kirchen in Deutschland werden aufgezeigt. Wie engagiert sich die Organisation in den Ländern des Globalen Südens? Warum sind Spenden gut angelegtes Geld? Und warum ist es nach wie vor so wichtig, die Arbeit von Brot für die Welt nicht nur mit Spenden zu unterstützen?

Kontakt:

Brigitte Molter

Menschen mit Flucht- und Migrationsbiografie zeigen Ihnen die Orte in der Stadt, die sie geprägt und die für sie eine Bedeutung haben. Sie nehmen Sie mit auf einen persönlichen Rundgang, kommen mit Ihnen ins Gespräch über das, was eine lebenswerte Stadt, ein gutes Miteinander und Ihre Erfahrungen ausmachen. Initiiert und koordiniert wurde das Projekt vom Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW im Rahmen eines Bündnisses mit DaMigra Frankfurt e.V., dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen e.V., der Initiative Ubuntu-Haus wie Nepali Samaj e.V.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten:
citywalks-frankfurt.de

In immer kürzeren Abständen erreichen uns Nachrichten von Naturkatastrophen, Kriegen und Krisen überall auf der Welt. Gibt es wirklich mehr Katastrophen auf dieser Welt oder kommt es uns nur so vor? Warum geraten manche Länder immer wieder in die Schlagzeilen? Seit über 65 Jahren unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe Menschen dabei, Notlagen zu bewältigen. Wie und nach welchen Grundsätzen arbeitet diese Organisation?

Kontakt:

Brigitte Molter
 

Bekleidung ist nach wie vor das umsatzstärkste Konsumgut in Deutschland. 
Elende Arbeitsbedingungen und gravierende Umweltbelastungen geraten immer wieder in die Schlagzeilen, doch spielen sie eine Rolle beim Einkauf? Und welche Alternativen gibt es für Unternehmen und für Konsument*innen? Die Veranstaltungen informieren über Hintergründe und Auswirkungen der Textilproduktion und stellen unterschiedliche Initiativen, Labels und Siegel vor.

Kontakt:

Dr. Anna Dobelmann
Brigitte Molter

Auf was muss beim Einkauf geachtet werden, wem und welchem Siegel kann man vertrauen? Wir vermitteln praktische Möglichkeiten, wie sich Gemeinden ökologischer und fairer verhalten können. Nicht Perfektion, sondern Machbarkeit steht im Mittelpunkt und die Frage, warum es gerade Kirchengemeinden so gut steht, auf Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zu achten. Kirche und Gemeinde sind auch Verbraucher - mit bemerkenswerter Marktmacht. Wir informieren über empfehlenswerte oder nicht empfehlenswerte Produktgruppen, es gibt Filmtipps und Hinweise, wie das Bewusstsein auch bei den Gemeindemitgliedern geweckt werden kann. Diese Veranstaltung eignet sich besonders für Kirchenvorstände.

Kontakt:

Brigitte Molter

Immer mehr Menschen sind bereit, mit dem Kauf fair produzierter Waren zu mehr Gerechtigkeit in der Welt beizutragen. Doch was macht den Fairen Handel so besonders und wie fair ist er wirklich? Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Siegel? Wieviel erhalten mexikanische Kaffeebauern oder Bananenbauern aus Ecuador, wenn sie an den Fairen Handel oder an den konventionellen Handel verkaufen? Wir informieren über Arbeitsbedingungen auf Bananen- oder Kakaoplantagen und geben Tipps für den fairen Einkauf. Auch ein Schokoladen-Workshop mit Kostproben und eigener Schokoladenherstellung ist möglich.

Kontakt:

Dr. Anna Dobelmann
Brigitte Molter

Warum verlassen Menschen Länder, in denen sie geboren und aufgewachsen sind? Diese Frage wird immer wieder gestellt und sie ruft viele weitere Fragen hervor. Wir setzen uns in Workshops Vorträgen mit diesen Fragen nach den Ursachen von Kriegen, Gewalt, Landraub, Menschenrechtsverletzungen, Vertreibungen, Klimawandel und Hunger auseinander.

Kontakt:

Dr. Anna Dobelmann
Brigitte Molter

Ernährung ist keine Privatsache, auch wenn individueller Geschmack und Geldbeutel unsere Essgewohnheiten beeinflussen. In Workshops oder Vorträgen gehen wir auf die globalen Zusammenhänge und Auswirkungen unserer Ernährung ein und denken über die Qualität des Essens nach.  Wir blicken in Kochtöpfe, Speisekammern, Fabrikhallen und Plantagen und überlegen, wie tolles Essen und gutes Klima zusammenpassen können.

Kontakt:

Dr. Anna Dobelmann
Brigitte Molter

Unterschiedliche Workshops thematisieren Kinderrechte und die Lebensbedingungen von Kindern in verschiedenen Teilen der Welt. Auch setzen wir uns mit den Ursachen und Auswirkungen von Kinderarbeit auseinander und überlegen gemeinsam, was dagegen unternommen werden kann.

Kontakt:

Dr. Anna Dobelmann
Brigitte Molter

Klimawandel und Klimaschutz sind wichtige Herausforderungen in unserem Alltag geworden. Ihre Dimensionen sind nicht immer leicht zu vermitteln, stoßen auf Vorbehalte oder verunsichern Einschätzungen und Verhaltensweisen.

Da sind Spiele oft eine gute Möglichkeit, den Gesprächseinstieg zu erleichtern, komplexe Zusammenhänge zu vermitteln und zu einer Bewusstseinsbildung ohne moralische Zeigefinger beizutragen.  Im Workshop haben Sie die Gelegenheit unterschiedliche analoge wie digitale Spiele und Methoden auszuprobieren und miteinander zu reflektieren. Neben wesentlichen Klimafakten werden dabei auch die Handlungsoptionen nicht zu kurz kommen.

Kontakt:

Dr. Anna Dobelmann
Brigitte Molter

Ohne Wasser geht gar nichts. Wasser ist unersetzlich als Lebensmittel, für Hygiene, Landwirtschaft und Industrie. Als Menschenrecht ist das Recht auf Wasser seit Anfang 2000 in den Statuten der Vereinten Nationen anerkannt. Dennoch haben etwa 10 Prozent der Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 32 Prozent der Weltbevölkerung keine angemessene Basisversorgung. Wir gehen den Fragen nach, warum Wasser immer knapper wird und was dagegen getan werden kann.

Kontakt:

Dr. Anna Dobelmann
Brigitte Molter

Die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung beziehen sich auf die Themenfelder, die für die zukünftige Entwicklung der Menschheit entscheidend sind. Mit diesen in der Agenda 2030 niedergeschriebenen Zielen haben die Vereinten Nationen beschlossen, Armut in allen Formen und Dimensionen zu bekämpfen. Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, faire Arbeitsbedingungen und Bildung für alle Menschen sollen verwirklicht werden. Wirtschaftlicher, sozialer und technischer Fortschritt soll in Harmonie mit der Natur vollzogen werden, dem Klimawandel soll Einhalt geboten werden. Wie steht es um die Verwirklichung der Ziele? Was muss sich ändern und was kann jede:r Einzelne dazu beitragen?

Kontakt:

Dr. Anna Dobelmann
Brigitte Molter

Partnerkirchen Weltweit

Unser Blick auf Afrika ist geprägt von Bildern, die Armut, Klimawandel und andere Katastrophen darstellen. Afrika hat aber auch andere Gesichter. In vielen afrikanischen Ländern haben junge und kreative Menschen start-ups und Unternehmen gegründet, um das Land fortschrittlich zu gestalten und Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen. Was können wir in Europa tun, um diese Bilder in unseren Köpfen zu revidieren und unsere Sichtweise zu hinterfragen und zu korrigieren?

Uli Baege

Interkulturalität & Diversity

Rassismus und Diskriminierung sind nicht nur Phänomene extremer Haltungen. Sie fangen mit Bildern an, die wir von uns selbst und „den Anderen“ im Kopf haben. Viele Muster, auf die wir zurückgreifen, sind von Vorurteilen geprägt – meistens ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Auch ohne es zu wollen, kann unsere Haltung zur Ausgrenzung beitragen und ungleiche Machtstrukturen verfestigen.

Deshalb ist es wichtig, auf der individuellen Ebene anzusetzen, sich selbst zu hinterfragen und alternative Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Genauso wichtig ist auch der kritische Blick auf Strukturen und Institutionen. Denn auch dort sind Vorurteile, Machtgefälle und Diskriminierung tief eingelagert. Beide Ebenen stehen im Mittelpunkt des Anti-Bias-Ansatzes.

Der Anti-Bias ist ein Ansatz der pädagogischen interkulturellen und Diversity-Arbeit, der sowohl die individuelle als auch die institutionelle und gesellschaftliche Ebene in den Blick nimmt. Sein Ziel ist es, Menschen und Organisationen zu motivieren und zu befähigen, vorurteilsbewusst mit Diversität, Vielfalt und Interkulturalität umzugehen und sich aktiv gegen Ausgrenzung und für gleichberechtigte Partizipation einzusetzen.

Angebote:
  • Fortbildung in 3 Modulen
  • Workshop „Einführung in den Anti-Bias-Ansatz“
  • Thematische Workshops, u.a.:
    • „Anti-Bias in der Arbeit mit Geflüchteten“
    • „Anti-Bias in der Arbeit mit Eltern“
    • „Anti-Bias in internationalen Begegnungen

Paola Fabbri Lipsch

Die seit vielen Jahren von den evangelischen Landeskirchen in Hessen gepflegten Partnerschaften zu Kirchen in Afrika, Asien, Europa und Nordamerika sind ein wichtiger Beitrag zur internationalen Solidarität und interkulturellen Verständigung.

Die Begegnungen im Rahmen der regelmäßigen Besuche ermöglichen die Teilhabe am Alltagsleben der Menschen in den Partnerkirchen. Dadurch entstehen authentische interreligiöse und interkulturelle Erfahrungen, die zum gegenseitigen Verständnis führen.

Neben dem Austausch über interreligiöse und entwicklungspolitische Themen, gewinnt die Reflexion über die Interkulturalität in der Partnerschaftsarbeit immer mehr an Bedeutung.

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung gegenüber den als „kulturell anders“ bezeichneten Menschen ist eine zentrale Voraussetzung für eine bewusste, gleichberechtigte interkulturelle und interreligiöse Begegnung.

Interkulturelle Klischees

Die gegenseitigen Besuche im Rahmen der internationalen Partnerschaften bieten eine optimale Gelegenheit, um sowohl die eigenen kulturellen und individuellen Prägungen als auch die über die anderen vorgefassten Meinungen und Klischees zu reflektieren und hinterfragen.

Diese kritische und selbstreflexive Praxis ist aber nicht selbstverständlich und findet auch bei interkulturellen Begegnungen nicht automatisch statt.

Training interkulturelle Kompetenz

Aus diesem Grund bieten wir unterschiedliche Lern- und Trainingsformate, in denen interkulturelle Kompetenz bewusst erfahren und erweitert werden kann.

  • Seminar zur interkulturellen Sensibilisierung als Vorbereitung vor oder Reflexion nach einer Begegnungsreise
  • Fortbildung zur allgemeinen interkulturellen Kompetenz
  • Workshop auf Englisch während des Besuchs von Partnergruppen   

Paola Fabbri Lipsch

Durch das Engagement mit Geflüchteten haben viele Kirchengemeinden, Dekanate und kirchliche Einrichtungen ihre Präsenz im Sozialraum erhöht. Oft sind auf lokaler Ebene neue Allianzen und Kooperationsformen mit anderen Akteur*innen entstanden: Engagierte Bürger*innen, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und unterschiedliche Religionsgemeinschaften sind nur einige der Beteiligten. Diese Zusammenarbeit stellt ein großes Potential dar, das für die weitere Entwicklung einer sozialraumorientierten kirchlichen interkulturellen Arbeit sehr wertvoll ist. Im Rahmen eines Seminars oder einer Veranstaltung können Impulse und Ideen für eine solche Entwicklung erarbeitet werden.

Paola Fabbri Lipsch

Internationale Gemeinden

Einheimische und internationale Gemeinden nutzen oft gemeinsam Gebäude. Wie kann man Zusammenarbeit über diese pragmatisch-praktische Ebene hinaus gestalten? Der Weg zu einer vertieften Gemeinschaft zwischen einheimischen und internationalen Gemeinden will bedacht und vorbereitet, dann aber auch gemeinsam begangen werden. In zwei Modulen sollen Kirchenvorstände und andere leitende Gremien in einheimischen und internationalen Gemeinden befähigt werden, diesen Weg zu gehen und so dem Auftrag Jesu gerecht zu werden "dass alle eins seinen".

Im ersten Modul werden Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten im Glauben und in der Kirchlichkeit bewusst gemacht. Im zweiten Modul erfolgt eine Bestandsaufnahme und wird nach den Kooperationswünschen  und -bedürfnissen der beteiligten Gemeinden gefragt. Beide Module benötigen einen Zeitaufwand von je ca. sechs Stunden und eignen sich gut für je einen Klausurtag.

Pfarrer Joachim Bundschuh

Gottesdienste international und interkulturell mit internationalen Gemeinden zu feiern und sie gemeinsam vorzubereiten, das ist an manchen Orten eine neue interkonfessionelle ökumenische Erfahrung. Wir laden alle, die sich auf diesen Weg gemacht haben oder machen möchten ein zu einem Austausch über das, was sich in der Praxis bewährt hat und darüber, an welchen Punkten es manchmal "knirscht".

Pfarrer Joachim Bundschuh

Im Gebiet unserer beiden Landeskirchen gibt es eine große Anzahl von Gemeinden, in denen sich Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Erde treffen. Sie feiern Gottesdienste und kommen zum gemeinschaftlichen Leben ihres Glaubens zusammen - oft in Formen, die unseren landeskirchlichen Traditionen sehr fremd sind. Neben der Faszination, die gerade Gottesdienste dieser Gemeinde auf uns ausüben, gibt es häufig auch ein großes Fremdheitsgefühl. Viele dieser Gemeinden suchen den Kontakt zu uns - und umgekehrt. Wie können solche Kontakte gelingen? Was muss man wissen, bevor man miteinander ins Gespräch geht? Welche theologischen Hintergründe haben diese Gemeinden? Zu diesen und vielen anderen Fragen im Zusammenhang mit internationalen Gemeinden komme ich gerne zu Ihnen und schaue mit Ihnen gemeinsam, wie sich internationale und einheimische Gemeinden gegenseitig bereichern können.

Pfarrer Joachim Bundschuh

Dialog innerchristlich

Sie haben praktische Fragen wie die Nutzung von Kirche und Gemeindehaus durch eine andere Gemeinde oder Kriterien für die Möglichkeit einer Anstellung (etwa in der Kita)?
Vielleicht sind sie an inhaltlich-theologischen Fragen des innerchristlichen Verhältnisses interessiert (Taufe, Abendmahl, Gottesdienst ..)?
Oder Sie haben Fragen in Bezug auf bestimmte Kirchen - etwa im Zusammenhang gegenwärtiger Ereignisse und Entwicklungen (Ukrainekrieg, Synodaler Weg in der katholischen Kirche ...)?  
Möglicherweise ist es aber auch ein ganz anderes Thema, das Ihnen unter den Nägeln brennt ...

Sie wünschen sich Information und Beratung?
Vielleicht auch einen Vortrag in Ihrer Gemeinde?
Oder ein Seminar, z.B. für Ihren Kirchenvorstand (vielleicht gemeinsam mit den KVs anderer Gemeinden - oder zusammen mit dem katholischen Pfarrgemeinderat ...)?

Pfarrer Dr. Jörg Bickelhaupt

Im Jahr 2025 jährt sich zum 1700. Mal das erste ökumenische Konzil von Nicäa, auf dem grundlegende, vor allem christologische Fragen diskutiert wurden (Arius/Athanasius), aber z.B. auch die Regel zur Festlegung des Ostertermins (erster Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond) festgelegt wurde.

Welche Bedeutung und Relevanz haben die Fragen von damals heute? Oder ist das alles „Schnee von gestern“?

Pfarrer Dr. Jörg Bickelhaupt kommt gerne zu Ihnen in die Gemeinde - für einen Vortrag zum Thema oder um mit dem Ökumenekreis, dem Kirchenvorstand (am besten zusammen mit dem Pfarrgemeinderat und den Vorständen anderer christlicher Gemeinden) das Thema zu bearbeiten.

Naher Osten, Dialog mit Islam und Judentum

Nach 12 erfolgreichen Jahren in Berlin startet die Initiative meet2respect jetzt auch in Hessen. Ziel ist es, Referierende auszubilden, die mit Schulklassen Workshops durchführen und Lehrkräfte fortbilden – für Respekt, interreligiösen Dialog und ein friedliches Miteinander. Unterstützt wird das Projekt vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, von der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie dem Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Informationen & Anmeldung

In Gemeinden und Dekanaten der hessischen Kirchen gibt es viele spannende Projekte zum christlich-jüdischen Gespräch in unterschiedlicher Trägerschaft. Kooperationen  von Kirchengemeinden mit Schulen und Initiativen, Zeitzeugengespräche oder Interreligiöses Kochen, Abrahamische Teams, Gedenkveranstaltungen und Filmprojekte sind Möglichkeiten, um Begegnungsräume und Netzwerke zu gestalten und zu planen. Wer ist ansprechbar? Wie gewinnt man Kooperationspartner? Wo ist Sensibilität gefragt? Um einen Überblick zu bekommen und eigene Projekte in Angriff zu nehmen, wird in diesem Beratungsmodul über Gelungenes und auch über Probleme in der Kommunikation gesprochen.

Pfarrer Dr. Dr. Peter Noss

Die Kirchen haben in der NS-Zeit sehr unterschiedlich agiert: wenige waren im Widerstand oder bei der Bekennenden Kirche, andere bei den Deutschen Christen aktiv, viele haben sich "neutral" verhalten. Insbesondere im Blick auf das Verhältnis zum Judentum war die Haltung problematisch, antisemitisch, antijudaistisch.

Kirche und Nationalsozialismus ist ein wichtiges Thema kirchlicher Zeitgeschichte bis heute. In diesem Fortbildungsmoduls wird die Geschichte der Kirchen 1933-45 anhand von Beispielen dargelegt. Wer hat sich in dieser Zeit wie verhalten und positioniert? Wie hat sich die Kirche angesichts der Verfolgung von Jüdinnen und Juden verhalten? Wie wurde theologisch argumentiert?
Bis heute wirkt diese Geschichte nach und es ist notwendig, hier eine Haltung zu entwickeln.

Pfarrer Dr. Dr. Peter Noss

Weltanschauungen

Der Begriff „Sekte“ ist zu einem Containerbegriff geworden, in den man all das hineinwirft, was einem aus religiöser Perspektive „irgendwie komisch“ vorkommt. Diese Vereinfachung wird den Angeboten in einer pluralisierten Welt nicht gerecht. Differenzierung ist bei dem Blick auf den neureligiösen „Markt der Möglichkeiten“ gefragt.

Die Heilsversprechen auf diesem Markt sind vielfältig: Die Zeugen Jehovas verteilen den Wachtturm, der verkündet, dass „bald ein Paradies auf Erden geschaffen wird“. Die „Kirche Jesu Christ der Heiligen der Letzten Tage“ verteilt neben dem „Buch Mormon“ auch „Die köstliche Perle“. Im Umfeld des Universellen Lebens wird vegane Kost an den Ständen „Gut zum Leben“ verkauft. Scientology bietet Kurse an, in denen „Der Weg zum Glücklichsein“ beschritten werden kann, oder wirbt unerkennbar bei Jugendlichen mit dem Slogan „Sag NEIN zu Drogen“. Eine Orientierung fällt oft schwer. 

Die Veranstaltung gibt einen Überblick über Neureligionen, Psychogruppen, Sondergemeinschaften und fragt, was eigentlich eine „Sekte“ ausmacht. Als Grundlage dient das Buch „Evangelische Orientierungen inmitten weltanschaulicher Vielfalt“, das im Zentrum Oekumene bestellt werden kann.

Die Weltanschauungsarbeit hat aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung immer wieder Merkmale problematischer und konfliktiver religiöser oder weltanschaulicher Angebote herauskristallisiert. Diese Merkmale werden im Workshop/Vortrag vorgestellt und besprochen: Von A bis Abhängigkeiten über E wie Exklusivität bis Z wie Zerbrochene Beziehungen. 

Fundamentalistische religiöse Bewegungen scheinen viel zu versprechen: Halt, einfache Lösungen in einer komplizierten Welt, praktische Erfahrbarkeit mit subjektiver Meinungsbildung oder ein gutes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Schaut man hinter die Fassade, bricht dieses Bild jedoch schnell zusammen, denn Fundamentalismen gehen oft auf Kosten von Gleichberechtigung, Demokratie oder freiheitlicher Glaubensentfaltung. 

Einblicke in psychologische Wirkmechanismen und theologische Zusammenhänge helfen, zu verstehen, warum Menschen solchen Gruppierungen anhängen. Und diese Blicke helfen auch, danach zu schauen, wie man dort wieder herauskommt. 

Ein Kernvorwurf an missbräuchliche religiöse Systeme ist der der Manipulation: „Ich habe mich manipuliert gefühlt“ sagen Menschen, die geistlichen Missbrauch erlebt haben. „Er oder sie wird total manipuliert!“ sagen Angehörige und machen sich große Sorgen.

Aber was genau ist Manipulation aus einer psychologischen Sicht? Welche Manipulationsmethoden gibt es, wie werden sie angewandt und wie erkenne ich, dass ich manipuliert werde und kann mich davor schützen? Und warum wirkt Manipulation besonders intensiv im Umfeld streng religiöser Kontexte?

Der Workshop / Vortrag zeigt Beispiele von Manipulationsmethoden mit einem Fokus auf religiöse Systeme und zeigt Möglichkeiten des Umgangs und der Prävention auf. 

Religiöse Indifferenz, zunehmende Säkularisierung und ein „neuer, aggressiver Atheismus“ machen den Kirchen zu schaffen. Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung gehört keiner Konfession mehr an. Wie gehen wir um mit der zunehmenden Entkirchlichung und Säkularisierung? Finden wir Worte, eine Sprache, die Menschen ohne „religiöse Musikalität“ verstehen? Was können wir tun angesichts kirchenfeindlicher, öffentlichkeitswirksamer Auftritte atheistischer oder säkularer Verbände?

Wir machen uns auf den Weg, diese Situation ohne Scheu anzugehen. Dazu gehört ein Überblick über alte und neue Säkularismen bis hin zu dem aktuellen „Kampf gegen alles Religiöse“ radikalatheistischer Verbände und Autoren. Wir versuchen, Areligiosität zu verstehen. Wir schauen auf ersatzreligiöse Riten, die stetig zunehmen (z.B. Jugendweihe, Namensgebungsfeste oder Trauerreden). Und wir stellen uns die Frage, wie wir als Kirche damit umgehen können und welche Möglichkeiten wir haben, die Frohe Botschaft unter diesen Bedingungen verständlich zu machen.

Hier fehlt noch der Text!

Mit dem Versprechen, einen „Neuen Himmel und eine Neue Erde“ zu schaffen, missioniert der koreanische Endzeitkult Shincheonji weltweit. Vor allem junge Menschen werden durch Themen wie Frieden und Gemeinschaft in Bibelkurse gelockt und finden sich schnell in einem gnadenlosen System aus Lügen, Tarnung und Täuschung wieder. Im Workshop / Vortrag beschrieben werden aus theologischer und religionswissenschaftlicher Sicht Entwicklung und Hintergründe der Neureligion mit ihrem weit verzweigten Netz an Umfeldorganisationen. Der angeblich unsterbliche Gründer sowie die Missionierungsmethoden werden analysiert. Ein ausführlicher psychologischer Teil entlarvt den manipulativen Charakter von Shincheonji und gibt praktische Tipps zum Umgang für Betroffene, Angehörige und Institutionen. 

Ergänzt werden kann der Workshop durch eine Lesung aus dem gleichnamigen Buch.

Das missionarische Engagement der Zeugen Jehovas (ZJ oder JW) in der Öffentlichkeit und an Wohnungstüren hat sie zur bekanntesten „Sondergemeinschaft“ gemacht. 

Seit einiger Zeit lässt sich bei dieser Gemeinschaft eine Veränderung hin zu einem moderneren öffentlichen Erscheinungsbild beobachten, ohne dass sich die fundamentalistischen Überzeugungen geändert hätten: So werben nun meist jüngere Menschen mit Trolleys und Tablets in Fußgängerzonen und in Bahnhöfen größerer Städte für „Jehova“. Die Publizistik (Internetpräsenz und entsprechende Apps für Handys und Tablets) wurde in den letzten Jahren deutlich intensiviert. Auf der Internetseite www.jw.org findet man mittlerweile nahezu alle neueren Publikationen und Zeitschriften, aber auch Videos für Kinder und Jugendliche. In den kurzen Trickfilmen werden genaue Verhaltensregeln und Anweisungen vorgegeben. 

In den vergangenen Jahren hat die öffentliche kritische Berichterstattung über die Gemeinschaft stark zugenommen, ebenso die Anfragedichte von Lehrer:innen, Einrichtungen und Privatpersonen.

Der Workshop / Vortrag vermittelt Grundwissen über die Theologie und den Alltag der Zeugen Jehovas und stellt Möglichkeiten Grenzen eines Umgangs miteinander dar.

Vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass der Esoterikmarkt in Deutschland jährlich einen Umsatz von 25-30 Milliarden Euro macht. Dutzende Esoterikmessen finden jährlich statt – digital und auch wieder analog. Die Spannbreite der Angebote geht von Aurasichtigkeit über Channeling bis hin zu Astrologie oder Heilungsversprechungen aller Art. Zielpublikum sind in der Regel Menschen, die sich auf einer spirituellen Suche befinden. Die Nähe und Distanz unserer Kirchenmitglieder zu esoterischen Angeboten ist ganz unterschiedlich: Sie geht von deutlicher Ablehnung bis hin zum „Glauben an den Einfluss von Amuletten, Steinen oder Kristallen“ (Frage aus der V. Mitgliedschaftsstudie der EKD). 

Dieser Vortrag mit anschließender Aussprache bietet in Form eines „virtuellen Rundgangs“ über eine Esoterikmesse einen Einblick und Überblick über die schillernde Angebotspalette. Die evangelisch-theologische Perspektive wird durch Beispiele aus der Beratungsarbeit ergänzt. In der Aussprache können Reiz und Faszinosum, Nähe und Grenzen miteinander diskutiert werden.

Die religiöse Vielfalt in unserer Gesellschaft ist riesig. Das spiegelt sich auch in den Angeboten für Kinder und Jugendliche auf dem „Markt der religiösen Möglichkeiten“ wider. In der Gemeinde, in Schulen und KiTas begegnen wir dann jungen Menschen, die vom „Harmageddon“ sprechen (Zeugen Jehovas), die sich „auf einer Mission“ befinden (evangelikal), die an ihrem „Fortschritt“ im Glauben arbeiten (Mormonen), die atheistische Ersatzrituale praktizieren (Jugendweihe, Namensgebungsfest) oder die sich als Indigo-, Kristall-, Licht- oder Quantumengelkinder bezeichnen (Esoterik). 

Diese Veranstaltung vermittelt einen Überblick über Angebote von religiösen Gruppierungen, die speziell auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche ausgerichtet sind. Sie werden betrachtet und kritisch beleuchtet. Welches Erziehungskonzept steckt dahinter, wie wirkt es sich auf das Verhalten und den Umgang mit anderen aus? Wo können wir Verständnis entwickeln, was kann Ausgrenzung vorbeugen, wo müssen wir Grenzen ziehen oder wo uns auch inspirieren lassen? Wir stellen uns der Praxis und der Frage, wie wir im eigenen Arbeitsfeld und in der Kirche mit diesen Phänomenen umgehen. 

Mit Angeboten von Scientology kann man auf verschiedene Arten in Kontakt kommen: durch Werbung und Informationsstände in den Innenstädten, über das Internet, im persönlichen Umfeld oder auch über instrumentalisierte Institutionen (etwa Schulen, die sich nicht ausreichend über Angebote von sogenannten scientologischen Unterorganisationen informiert haben). Bekannte Scientologen, wie etwa Tom Cruise, machen Werbung für die Gruppe. Über Scientology wurde in den deutschen Medien umfangreich aufgeklärt, die Organisation wird in der Öffentlichkeit als Sekte wahrgenommen, sie selbst bezeichnet sich als Kirche. Zunehmend tauchen scientologische Angebote, bei denen es oft mühsam ist, die eigentliche Herkunft zu erkennen, im öffentlichen Raum auf. Dazu gehören etwa:

„Dianetik“, „Der Weg zum Glücklichsein – The Way to Happiness“, „Fakten über Drogen“, „Sag NEIN zu Drogen, sag JA zum Leben“ oder „KVPM – Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte“, uvm.

Der Workshop zeigt die Hintergründe, Inhalte und Problematiken auf und zeigt Möglichkeiten des Umgangs.

Die Rational-emotive Verhaltenstherapie wurde von Albert Ellis in den späten 50er Jahren des 20. Jahrhunderts in New York entwickelt und von seinen Schulen seither bei grundlegender Beständigkeit der Kernthesen stetig weiterentwickelt und angepasst. Sie gehört nach wie vor zu einer der in ihrer Wirksamkeit evidenzbasiert am besten belegten Therapieschulen. Die philosophische Grundannahme dieser Therapieform geht auf die Lebensregeln der Stoiker und Epikurärer zurück: „Nicht die Dinge selbst sind es, die den Menschen beunruhigen, sondern die Vorstellung von den Dingen.“ Diese philosophische Einstellung legt Ellis als philosophischen Grundstein seiner Therapieform und macht deutlich, dass menschliches Denken (Kognition), Fühlen (Emotion) und Handeln (Behaviour) eng aufeinander bezogen sind und für eine dauerhafte Veränderung diese drei Grundkontexte konsequent im Blick sein müssen.

Bei Beratungsanliegen, in denen die Frage nach dem eigenen Verhalten im Umgang mit belastenden Kontexten im Vordergrund steht, kann die REVT sehr hilfreich sein, weil sie sowohl evidenzbasierte rasche Wirksamkeit entfaltet als auch inhaltlich weltanschauliche Mussforderungen von Gruppen oder Glaubenssystemen, die Klient:innen übernommen haben und die ihnen oder ihrem Umfeld  Schwierigkeiten bereiten, in den Fokus nimmt und bearbeitet. Sie wurde sowohl von dem Gründer selbst als auch in diversen Studien für religiöse Anliegen approbiert. 

Die REVT kann (im Sinne ihrer selbst muss sie das aber nicht!) eine hilfreiche Methode sein, um Klient:innen mit weltanschaulichen und religiösen Fragestellungen auf dem Weg zu Freiheit und Selbstbestimmung zu begleiten. In diesem Vortrag wird sie vorgestellt und Beispiele aus der Beratungsarbeit diskutiert. 

Verschwörungsideologien boomen nicht erst seit Corona. Mit Slogans wie „Impfgegner gegen die Coronadiktatur“, „Der Klimawandel ist eine Lüge“ oder antisemitischen Thesen wie „Jüdische Banker kontrollieren die Weltwirtschaft“ greifen sie im politischen, religiösen und kulturellen Bereich um sich. Durch das Internet und soziale Medien verbreiten sich unterschiedlichste Theorien, auf Kongressen werden Konstrukte ausgetauscht. 

Forscher*innen warnen vor einem kulturellen Wandel durch die Vielzahl an Verschwörungsideologien. Sie schleichen sich in die Alltagskultur ein und können Einstellung verändern. Ihr unversöhnlicher Wahrheitsanspruch stellt eine Gefahr für eine plurale und demokratische Gesellschaft dar.

Woher kommen diese Denkmuster? Warum scheinen sie sich im 21. Jahrhundert und seinen Krisen besonders zu verbreiten und zu verfestigen? Wohin führt das und wie kann man im politischen, medialen und kirchlichen Umfeld darauf reagieren?